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Schulgebäude am AKH-Gelände, Wien 1968, Fotograf: Lucca Chmel, ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
AKH-Skandal

Der Neubau des Allgemeinen Krankenhauses in Wien, 1955 beschlossen, gestartet in den frühen 1970er Jahren und 1994 endgültig realisiert, bescherte der österreichischen Bundeshauptstadt das teuerste Krankenhaus Europas mit einer Bausumme von 45 Milliarden Schilling. Trotz der wahrnehmbaren Kostenexplosion wurden nur durch die unermüdliche Arbeit des Profil-Journalisten Alfred Worm Vergehen aufgedeckt, sodass 1981 ein Gerichtsverfahren eröffnet wurde.

 

Adolf Winter, als Spitzenbeamter der Stadt Wien zuständig für das Bauvorhaben, hatte seit 1972 ein System entwickelt, in dem Unternehmen, die durch ihn Aufträge für das Bauvorhaben erhielten, Schmiergelder über Briefkastenfirmen einzahlten. Andere Firmen leisteten nach Auftragserteilung für Winter selbst und seinen Freundeskreis kostenlose Arbeiten oder gewährten respektable Preisnachlässe. Drehscheibe für diese Malversationen war die AKPE, eine 1974 auf Betreiben Winters errichtete Krankenhauserrichtungsgesellschaft, die zur Hälfte der Stadt Wien und zur Hälfte der Republik Österreich gehörte und die mit der Arbeitsgemeinschaft Odelga-ÖKODATA kooperierte. Die Steuerkanzlei des Finanzministers Hannes Androsch (SPÖ), Consultatio, war eng mit diesem Netzwerk verbunden. Ein „Großteil der Akteure hatte ein Nahverhältnis zur SPÖ“ (Anton Pelinka), so dass dieser veritable Skandal von der Opposition als „rotes Netzwerk“ bezeichnet werden konnte. Rudolf Kirchschläger, parteiloser Außenminister unter Bundeskanzler Kreisky, mahnte 1980 als Bundespräsident das „Trockenlegen der Sümpfe und sauren Wiesen“ ein. 1981 wurden Winter und elf weitere Angeklagte wegen gewerbsmäßigen Betruges, Untreue, verbotener Intervention etc. vor Gericht gestellt. Winter wurde zu neun Jahren Haft, seine Mitangeklagten von einem Jahr bedingt bis zu knapp sechs Jahren unbedingt verurteilt. Hannes Androsch, seit seinem Ausscheiden aus der Politik 1980 Generaldirektor der staatlichen Creditanstalt wurde wegen einer falschen Zeugenaussage im parlamentarischen AKH-Untersuchungsausschuss 1988 rechtskräftig verurteilt, worauf er als Chef der Bank zurücktreten musste.

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