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Schweizer Spende, Lothar Rübelt, Juni 1947. ÖNB, Bildarchiv Grafiksammlung.
Ausländische Hilfe für Österreichs Kinder - Schweizer Spende

Die unmittelbare Zeit nach Ende des Zweiten Weltkrieges war in Österreich von Armut, Hunger und Not geprägt. Das Land stand knapp vor einem wirtschaftlichen Kollaps. Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Kleidung stellte ein großes Problem dar, das nur mit internationaler Hilfe gelöst werden konnte. Besonders Kinder und Jugendliche waren von Unter- und Mangelernährung betroffen und damit anfälliger für Krankheiten. Ausländische Hilfsorganisationen wie das US-amerikanische, britische und das Internationale Rote Kreuz begannen Lebensmittel und andere Güter nach Österreich zu liefern. Die UNICEF organisierte österreichweit Ausspeiseaktionen. Die Hilfsaktion „Schweizer Spende an die Kriegsgeschädigten“, die von der Schweizer Bundesversammlung ins Leben gerufen wurde und zwischen 1944 und 1948 in über 18 Ländern präsent war, wurde auch in Österreich aktiv. Sie leistete humanitäre Hilfe und unterstützte den Wiederaufbau des kriegszerstörten Europas. In Österreich leitete die „Schweizer Spende“ Maßnahmen zur Bekämpfung des Hungers ein. So wurden Lebensmittel nach Österreich transportiert – alleine im November 1946 lieferte die Schweiz 21 Tonnen Obst im Zuge der „Schweizerischen Obstsammlung“ nach Graz. Ihre Tätigkeit umfasste auch landwirtschaftliche und medizinische Hilfe bis hin zu Kleider- und Schuhspenden. Mit finanzieller Unterstützung wurde auch der Aufbau von Kinderbetreuungseinrichtungen wie etwa in Graz und Wien (Sonderkindergarten Schweizerspende) vorangetrieben. Die Schweiz ermöglichte gesundheitsgefährdeten österreichischen Kindern und Jugendlichen auch mehrmonatige Erholungsaufenthalte bei Gastfamilien in der Schweiz. Der erste Kinderzug ging bereits im November 1945 von Wien aus in Richtung Schweiz. Ab 1947 wurden Kinder und Jugendliche auch nach Belgien geschickt: die „Butterkinder“ sollten von belgischen Familien aufgenommen und umsorgt werden, bis sie wieder bei Kräften waren. Später fanden österreichische Kinder auch Aufnahme in Dänemark, England, Frankreich, Irland, Luxemburg, den Niederlanden und Norwegen.

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