Ausstellung und Sammlung - Haus der Geschichte Österreich

Ausstellung

„Österreich 1918 – 2018“ (Arbeitstitel)

Der 12. November 1918 war ein Aufbruch ins Ungewisse. Die Gründung der demokratischen Republik ist Ausgangspunkt für das Neuerkunden der österreichischen Geschichte. Gezeigt wird das erfolgreiche Experiment der Realisierung des demokratischen Staates, aber auch das Scheitern der Ersten Republik. Die dramatischen Jahre der Diktatur 1933/34 bis 1938 und die Verbrechen der nationalsozialistischen Terrorherrschaft bilden eine tiefe Zäsur in der österreichischen Geschichte, die bis heute nachwirkt. Diese 100 Jahre Zeitgeschichte stellt eine multimediale Bilderinstallation komprimiert auf 60 Metern dar.

Die Aktualität von Geschichte wird in einzelnen Themenbereichen gezeigt: Was ist österreichische Identität? Wie wird Gleichberechtigung erkämpft? Was stabilisiert und destabilisiert Demokratie ökonomisch? Wie verändern sich Grenzerfahrungen? Welche Rolle spielt die traumatische Vergangenheit von Diktatur und NS-Herrschaft in der Zweiten Republik?
Innovative Vermittlungsprogramme für Kinder und Jugendliche, für Erwachsene und generationenübergreifende Gruppen diskutieren diese Fragen ab November 2018.

Sammlung

Die Sammlung

Mit der Gründung des Hauses der Geschichte Österreich beginnt der Aufbau der ersten Sammlung von Objekte der Zeitgeschichte und der Gegenwart in Österreich. Sowohl dreidimensionale, zweidimensionale als auch digitale Exponate werden in die Sammlung integriert. Objekte sollen Geschichten über ihre jeweilige Gegenwart erzählen, dabei soll die Multiperspektivität und Vielstimmigkeit von Gesellschaft berücksichtigt werden. Der Fokus liegt auf der Geschichte des umkämpften 20. Jahrhunderts, aber auch gegenwärtige Ereignisse werden einbezogen: Das erste Objekt der Sammlung war eine 2013 verwendete Wahlurne.

Ein weiteres Ziel des Hauses der Geschichte Österreich ist es, Kooperationsplattform für bestehende Sammlungen und Archive des Bundes, der Länder und regionaler oder themenspezifischer Sammlungen zur Zeitgeschichte Österreichs zu sein. Gerade auch die wertschätzende Zusammenarbeit mit privaten Sammlerinnen und Sammlern sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen unterschiedlichster historischer Ereignisse ist ein Fundament der Arbeit des neuen Museums.