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Logo des Fernseh-Versuchprogrammes, Österreichischer Rundfunk, Wien, 1.8.1955. ÖNB, Bildarchiv Grafiksammlung.
Der Beginn von Fernsehsendungen

In Österreich startete 1955 ein Fernseh-Versuchsprogramm. Über provisorische Sender in Wien, Graz, Linz und Salzburg wurden ab dem 1. August 1955 drei Mal in der Woche für rund 30 Minuten Fernsehsendungen ausgestrahlt. Da damals kaum jemand ein Fernsehgerät besaß, wurde zwischen 17 und 18 Uhr gesendet. Interessierte sollten auf dem Heimweg von der Arbeit die Sendungen in den Schaufenstern von Radiogeschäften mitverfolgen können. Es herrschten schwierige Produktionsbedingungen, denn das neue Medium war kostenintensiv; ein Großteil der Sendeanlagen war noch nicht gebaut und es herrschte Raumnot. Als erste Sendung strahlte der Österreichische Rundfunk eine zwölfminütige Konzertaufzeichnung der Wiener Philharmoniker aus dem Belvedere aus.

Fernsehen - vom Manuskript bis zur Sendung, Scheidl, Wien, 1.2.1957. ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung.

Angesagt wurden die Sendungen von Franziska Kalmar, der ersten Fernsehsprecherin Österreichs. Im Oktober übertrug man die <<Eröffnung des wiederaufgebauten Wiener Burgtheaters>>, im November die der Wiener Staatsoper. Die „Zeit im Bild“ wurde ab Dezember 1955 unregelmäßig ausgestrahlt, seit Anfang der 1960er Jahre hat die beliebte Nachrichtensendung ihren fixen Sendeplatz um 19.30 Uhr.

Die Fernsehsprecherin Franziska Kalmar, Scheidl, Wien, 3.3.1956. ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung.

Der reguläre Fernsehbetrieb startete mit einem Programm (FS 1) am 1. Jänner 1957, anfangs an sechs Tagen, ab 1959 an allen Wochentagen. Im Dezember 1957 wurde die Österreichische Rundfunk Ges. m. b. H errichtet, die von 1958 bis 1993 allein zur Ausstrahlung von Radio- und Fernsehprogrammen berechtigt war. Das neue Massenmedium boomte und wurde zunehmend zur Konkurrenz für die Kinos. Trotz der hohen Anschaffungskosten – ein Fernsehapparat kostete mindestens 6.000 Schilling, das Vierfache eines durchschnittlichen Monatseinkommens – gab es Ende 1959 bereits 100.000 Fernsehgeräte in Österreich. In dem Jahr startete auch die Fernsehwerbung. 1961 kam das zweite TV-Programm hinzu (FS 2), das ab 1969 täglich ausgestrahlt wurde. Im selben Jahr wurde auch das Farbfernsehen eingeführt. Seit der <<Rundfunkreform>> 1967 ist das Kürzel „ORF“ (Österreichischer Rundfunk) in Gebrauch; infolge der Reform ist der ORF seit 1974 eine öffentlich-rechtliche Anstalt mit einem Programmauftrag.

Wien 13, Schönbrunner Studio, August Robert Makart, um 1957. ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung.

Externe Links:

Historische Radioaufnahmen RAVAG und Rot-Weiß-Rot, Technisches Museum Wien, Österreichische Mediathek, Österreichischer Rundfunk (ORF): https://www.unesco.at/kommunikation/dokumentenerbe/memory-of-austria/verzeichnis/detail/article/historische-radioaufnahmen-ravag-und-rot-weiss-rot/

50 Jahre Rundfunk in Österreich (Videos): http://tvthek.orf.at/profile/Archiv/7648449/50-Jahre-Rundfunk-in-Oesterreich/10726551

Literatur:

Andreas Novak, Oliver Rathkolb, Die Macht der Bilder, Berndorf 2017.

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