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Das Almosen wird auf Knopfdruck ausgeworfen. Bettlerautomat, Lothar Rübelt, 1927. ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung.
Bettelautomaten in Österreich

Im Februar 2011 versteckte das Grazer Theater im Bahnhof im Rahmen einer Performance in der zentralen Herrengasse der steirischen Landeshauptstadt einen bekannten Kabarettisten hinter einem Karton, den es als „Bettelautomat“ bezeichnete. Das war nicht nur ein Protest gegen ein generelles Verbot von Betteln, das vom steiermärkischen Landtag an dem Tag beschlossen wurde, sondern auch ein ironischer Kommentar auf Vorschläge, die schon länger in der Politik kursierten. 2008 war im Grazer Gemeinderat vorgeschlagen worden, die BettlerInnen durch „künstlerisch gestaltete Säulen oder Skulpturen“ zu ersetzen und ihnen die dort eingenommenen Spenden zukommen zu lassen. Offensichtlich ging es dabei vor allem darum, die Armut für die PassantInnen ansehnlicher und erträglicher zu machen. Besonders der Umstand, dass viele der BettlerInnen nicht aus Österreich stammten und manche darunter Roma/Romnija waren, führte immer wieder zu erbitterten politischen Debatten.

Das Prinzip war in diesem Fall genau umgekehrt wie im Bettelautomaten, den ein Erfinder auf der Wiener Messe 1928 vorstellte. Dieser Automat sollte nicht dem Spenden dienen, sondern Hausierer abhalten. Gedacht war er dafür, neben den Türen an die Hauswände montiert zu werden.  Schon die zeitgenössische Berichterstattung sagte voraus, dass sich die Idee nicht durchsetzen würde. 

 

Beide Automaten beruhen auf der Idee, dass Menschen, die etwas geben können, möglichst nicht mit denen in Berührung kommen sollen, die bedürftig sind. Betteln setzt aber voraus, wie sehr Armut mit Emotionen behaftet ist.  Um an das Gewissen appellieren, ist gerade die Sichtbarkeit von BettlerInnen Voraussetzung.

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