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Heute im hdgö

Sammeln in Zeiten des Ausnahmezustands
Wie die Sammlung des Hauses der Geschichte in der und durch die Corona-Krise wächst

Das Haus der Geschichte Österreich musste am 12. März 2020 als Vorsichtsmaßnahme gegen die Ausbreitung des Corona-Virus schließen. Wir haben prompt auf diesen historischen Ausnahmezustand reagiert: Seit 17. März 2020 haben Sie die Möglichkeit, Bilder, die ihren Alltag in der Krise zeigen, in eine Web-Ausstellung hochzuladen – sie werden dann auch im Museum zu sehen sein, sobald dieses wieder geöffnet sein wird. Darüber hinaus sammeln wir auch weiteres digitales Material wie z.B. Tweets oder Videoaufnahmen. Soweit es unsere Ressourcen zulassen, dokumentieren wir diese globale Situation auch anhand von Gegenständen (der FALTER 12/20 berichtete): Unser erstes „Corona-Objekt“ war eine Packung Toilettenpapier.  

 

Das Haus der Geschichte Österreich versteht es als seinen Auftrag, in der Gegenwart zu sammeln, um Geschichte für die Zukunft verfügbar zu machen – sowohl, um Objekte in Ausstellungen mit einer breiten Öffentlichkeit diskutieren zu können als auch, um sie für die wissenschaftliche Forschung und Geschichtsvermittlung der Zukunft zu erhalten. Dazu sammeln wir grundsätzlich Gegenstände, Fotografien, Dokumente, Bücher, aber auch digitales Material.

 

Durch die Corona-Krise ist das Bewusstsein für museales Sammeln offenbar gestiegen: Museen, die gesellschaftliche, politische und kulturelle Fragen stellen, müssen aktuelle Entwicklungen schon in der Gegenwart dokumentieren. Weil eine Zeit wie die gegenwärtige vielen schon jetzt als „historisch“ erscheint, ist das noch verständlicher. Das hdgö sammelt auch in diesen Krisen gemäß seiner Sammlungsstrategie in unterschiedlichen Bereichen, darunter:

 

Politikgeschichte

(z.B. Objekte von den abgesagten Gemeinderatswahlen in Vorarlberg und der Steiermark)

 

Sozial- und Gesellschaftsgeschichte

(z.B. Aufrufe für Nachbarschaftsinitiativen und zu Solidarität)

 

Alltagsgeschichte

(z.B. aus Dirndlstoffen genähte Gesichtsmasken)

 

Sport- und Wirtschaftsgeschichte

(etwa Materialien von Betrieben, die auf die Krise reagieren)

 

Erinnerungskultur

(z.B. dokumentieren wir das plötzlich erwachte Interesse für die „Spanische Grippe“ von 1918/19)

 

Das hdgö sammelt mit einem internationalen Blick in ganz Österreich. Wenn sich das Team im coronabedingten Home Office auf viele Bundesländer aufteilt, ist das noch leichter, weil regionale Entwicklungen vor Ort dokumentiert werden können. Anders als sonst können die MitarbeiterInnen des Museums Objekte aber nicht einfach direkt annehmen: Übergaben müssen für die Zeit nach dem „Lockdown“ verschoben werden, in Ausnahmefällen postalisch erfolgen oder aber in den Bereich des Digitalen verlegt werden: Das Sammeln von digitalen Dokumenten ist grundsätzlich wichtig, bekommt aber aktuell besondere Relevanz – im hdgö betrifft das die Dokumentation von Social Media-Postings genauso wie Aufnahmen von privaten Mobiltelefonen, die dauerhaft in die Bundessammlungen übergeben und dort aufbewahrt werden – eben als Dateien.

 

Wenn Sie Objekte besitzen, die belegen, was das Besondere an der Corona-Krise ist und Sie diese dem Museum als Schenkung anbieten möchten, kontaktieren Sie uns gerne.

 

Geschichte (mit) schreiben!

 

Das hdgö bietet zusätzlich dazu mit seiner Webplattform ein weiteres Instrument für eine breite Öffentlichkeit an: Auch wenn das (materielle) Museum zu hat, hat unser (digitales) Museum weiterhin geöffnet. Unter dem Titel „Geschichte (mit) schreiben!“ laden wir die Öffentlichkeit ein, Web-Ausstellungen zu verändern und die eigene Perspektive zu erweitern. Unmittelbar nach dem Shutdown des öffentlichen Raums haben wir unter der Adresse bilder.hdgoe.at einen Bereich zum Thema „Stay home“ eingerichtet. Alles, was dort hochgeladen wird und unseren Nutzungsvereinbarungen entspricht, wird unmittelbar veröffentlicht. Anders als beim digitalen Sammeln übernimmt das hdgö hier Objekte nicht, um sie für die Zukunft zu erhalten, sondern stellt Ausstellungsfläche zur Verfügung, um gemeinsam über Geschichte und Gegenwart zu diskutieren. Die Rechte an diesen Fotos müssen dazu nicht dauerhaft übertragen werden, sondern können auch wieder zurückgenommen werden. Die BeiträgerInnen bleiben die BesitzerInnen der Fotos, das hdgö stellt diese aus.