Zum Warenkorb
Zurück zum Website

Ermäßigt
€ 6.00 / Stk.
Erwachsene
€ 8.00 / Stk.
Familien-Karte (2 Erwachsene mit mind. einem Kind unter 19 J.)
€ 13.00 / Stk.
Ö1-Clubmitglieder, CLUB WIEN
€ 7.00 / Stk.
SeniorInnen
€ 6.50 / Stk.

Bitte menge auswählen

Zum Warenkorb hinzufügen
Zurück zum Website
OK
OK
Unsere Seite können Sie per Drag&Drop selber gestalten!
Ziehen Sie Elemente aus dem Menü auf die Hauptseite, indem Sie die Maustaste halten. Die Seite bleibt für Sie so, wie Sie die Bilder anordnen, kombinieren oder löschen.

Möchten Sie Ordnung? Klicken Sie einfach auf "Aufräumen“
Zurück
Antrittsvorlesung des neuen Dekans der Medizinischen Fakultät in SA-Uniform im mit NS-Fahnen und Hitlerbild geschmückten Hörsaal des anatomischen Instituts. Semesterbeginn an der Wiener Universität 1938, Foto: Weltbild, 26.4.1938. ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung.
Die Dezimierung der Wiener Medizinischen Fakultät

Die Machtübernahme der Nationalsozialisten bedeutete das Ende der Wiener Medizinischen Fakultät als einem international führenden Zentrum der Medizin. Die antijüdische Politik des Regimes beraubte die medizinische Fakultät eines großen Teils ihres geistigen Potenzials. Nach dem derzeitigem Stand der Forschung mussten 175 Lehrende – mehr als die Hälfte der Professoren und Dozenten – die Fakultät verlassen, die meisten davon wegen ihres jüdischen Hintergrundes. Auch tausende Studierende und Absolventen der Fakultät sowie eine unbekannte Zahl von Assistenten und anderen Universitätsangehörigen waren von den antijüdischen Maßnahmen betroffen. Nur einzelne jüdische Studierende konnten 1938 noch mit einer „Nichtarierpromotion“ ihr Studium abschließen, die jedoch nicht zur Berufsausübung im Deutschen Reich berechtigte. Wenig später begann die Universität, jüdischen AbsolventInnen ihren Doktorgrad wegen „Unwürdigkeit“ abzuerkennen. Zwei Drittel der Wiener Ärzteschaft verloren aufgrund der antijüdischen Verfolgung innerhalb weniger Monate ihre berufliche Existenz. Wer nicht fliehen konnte, dem drohten Konzentrationslager und Vernichtung. Zwar gelang vielen der Vertriebenen der Aufbau einer neuen Existenz im Exil, andere jedoch fielen dem Holocaust zum Opfer oder begingen – wie der Kinderarzt Prof. Wilhelm Knöpfelmacher – aus Verzweiflung Suizid.

Externe Ressourcen:

www.gedenkstaettesteinhof.at

AutorInnen