Zum Warenkorb
Zurück zum Website

Ermäßigt
€ 6.00 / Stk.
Erwachsene
€ 8.00 / Stk.
Familien-Karte (2 Erwachsene mit mind. einem Kind unter 19 J.)
€ 13.00 / Stk.
Ö1-Clubmitglieder, CLUB WIEN
€ 7.00 / Stk.
SeniorInnen
€ 6.50 / Stk.

Bitte menge auswählen

Zum Warenkorb hinzufügen
Zurück zum Website
OK
OK
Unsere Seite können Sie per Drag&Drop selber gestalten!
Ziehen Sie Elemente aus dem Menü auf die Hauptseite, indem Sie die Maustaste halten. Die Seite bleibt für Sie so, wie Sie die Bilder anordnen, kombinieren oder löschen.

Möchten Sie Ordnung? Klicken Sie einfach auf "Aufräumen“
Zurück
Erster Volksgerichtsprozess im Wiener Landesgericht gegen Kriegsverbrecher, Wilhelm Obransky, 17.8.1945. ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung.
„Entnazifizierung“

Unmittelbar nach dem militärischen Zusammenbruch des Deutschen Reiches begannen die Alliierten mit der Entnazifizierung, einem der wesentlichen Ziele der <<Besatzung>>. Angehörige der Elite des NS-Regimes wurden in zwei Lagern interniert (in Glasenbach bei Salzburg und Wolfsberg in Kärnten), um eine Neuformierung des Nationalsozialismus unter der Besatzung zu verhindern und eine etwaige Strafverfolgung zu erleichtern. Die wichtigste Grundlage für die Entnazifizierung der großen Masse der ehemaligen NationalsozialistInnen war deren Erfassung bei eigenen Registrierungsstellen, die als Teil der österreichischen Verwaltung – in Wien beim Magistrat – eingerichtet wurden. Bis 1. April 1948 wurden auf diese Weise in Österreich über 543.000 Personen als Mitglieder der NSDAP, SA oder SS erfasst. Als gesetzliche Grundlage dienten zunächst das Verbotsgesetz und das Kriegsverbrechergesetz vom Juni 1945. Die strafrechtliche Aufarbeitung erfolgte über die sogenannten <<„Volksgerichte“>>, die zahlreiche Verfahren führten. Mit dem Nationalsozialistengesetz vom Februar 1947 erfolgte ein weiterer Versuch einer gesetzlichen Regelung der Frage der ehemaligen NationalsozialistInnen, doch konnte es aufgrund der 1948 einsetzenden Politik der Amnestien kaum mehr wirksam werden. Mit dem beginnenden Kalten Krieg verschoben sich die Prioritäten in Richtung einer zunehmenden gesellschaftlichen Reintegration der „Ehemaligen“.

AutorInnen