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Flüchtlingstragödie von Parndorf

Am 26. August 2015 kamen 71 Menschen beim Versuch, von Ungarn aus nach Österreich einzureisen, in einem Kühllastwagen ums Leben. Ihre Leichen wurden einen Tag später in dem von den Schleppern auf der Ostautobahn A4 in der Gemeinde Parndorf (Burgenland) abgestellten Fahrzeug gefunden. Es handelte sich um 59 Männer, 8 Frauen und 4 Kinder aus dem Irak, Afghanistan, Syrien und dem Iran. Sie waren bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30°C in der luftdicht verschlossenen Kühlkammer erstickt.

Weltweit wird in der Folge Betroffenheit artikuliert. Die so genannte „Flüchtlingskrise“ ist auf den Straßen Europas und im Bewusstsein der Menschen angekommen. Eine Woche später ließen Österreich und Deutschland die in Ungarn gestrandeten Flüchtlinge ungehindert einreisen. Dazwischen liegt das Bekenntnis der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zu offenen Grenzen („Wir schaffen das.“).

Mehr als eine Million Menschen versuchten 2015 auf der Flucht vor Bürgerkriegen, Terror und auf Grund von Versorgungsengpässen in Flüchtlingsunterkünften um Syrien herum in die EU einzuwandern, die meisten von ihnen über das Mittelmeer und die Balkan-Route. Die Todesfälle im Mittelmeer – 2015 wurden etwa 4.000 registriert – blieben wie in den Jahren zuvor weitgehend unbeachtet. Die Tragödie von Parndorf markiert weder den Beginn noch den Höhepunkt der Ereignisse, macht aber die Risikobereitschaft der Flüchtlinge, die Skrupellosigkeit der Schlepper und die Hilflosigkeit der Politik sichtbar.

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