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Klaus Pichler / hdgö
„Das gibt es nicht“: Frauen mit Courage

Ö1 portraitiert „Frauen mit Courage“ in einer neuen Radiokolleg-Serie, die von der Ausstellung „Heimat großer Töchter. Zeit für neue Denkmäler“ im Haus der Geschichte Österreich (hdgö) inspiriert ist. Sie wird in einer Kooperation mit Ö1 fortgeführt und erweitert – die Portraits sind hier nachzuhören und werden so zu einem permanenten Denkmal.

Gestaltung: Julia Grillmayr, Isabelle Engels, Ulrike Schmitzer

 

„Ruf den doch einmal an!“ sagte ein Bekannter von Edith Traub und gab ihr die Nummer von Dr. Kreisky in der Armbruster Gasse in Wien. Edith Traub wollte gerne wieder arbeiten gehen, aber ihr Mann erlaubte es ihr nicht. Zu der Zeit brauchte eine Ehefrau die Erlaubnis ihres Mannes, um berufstätig werden zu können. Damit wollte sie sich nicht abfinden und suchte nach Hilfe. „Naiv und dumm hab ich die Nummer gewählt und zu meinem größten Erstaunen hat Dr. Kreisky persönlich den Hörer abgenommen“, schildert sie später ihre Überraschung. „Entschulden Sie vielmals, ich wusste nicht, dass man eine solche Persönlichkeit wie Sie belästigen darf, aber vielleicht können Sie mir eine Adresse sagen, wo ich mich hinwenden kann.“ Als sie Bundeskanzler Bruno Kreisky ihr Problem schilderte, sagte der: „Das gibt es nicht.“ und „Sie hören von mir!“. Und tatsächlich rührte er sich bald wieder bei Frau Traub, 1975 kam eine Gesetzesänderung.

 

Das ist nur eine Episode politischen Aufbegehrens von Frauen. Manche Proteste dauern länger und sind breiter aufgestellt. Wie die Mahnwache der „OMAS GEGEN RECHTS“ am Ballhaus- oder Minoritenplatz. Sie tragen rote Strickmützen und eine klare Haltung. Im Jahr 2017 konnte Monika Salzer nicht mehr untätig zusehen: Sie gründete kurz vor Angelobung der Regierung „Kurz I“  eine Protestbewegung auf Facebook, zu der sie alle Frauen, denen zuvor kaum Gehör geschenkt wurde, einlud. Mittlerweile haben sich die OMAS GEGEN RECHTS in allen Bundesländern und auch in Deutschland zu einer starken Bewegung gegen rechtsradikale Politik zusammengeschlossen. Sie kämpfen für Menschenrechte, gegen Rassismus und Frauenfeindlichkeit. Gegen die Elendslager an den Rändern Europas. Prominente Unterstützung haben sie von der langjährigen ORF-Korrespondentin in Moskau, Susanne Scholl.

 

Vor kurzem erhielt Salzer den Preis der Stiftung „Aufmüpfige Frauen“ in Deutschland. Aufmüpfig ist wohl der augenzwinkernde, kleinmachende Begriff, aber die Frauen sind mehr als das: Sie haben Courage. Sie werden angefeindet und beschimpft, und machen trotzdem weiter.

 

Ö1 portraitiert „Frauen mit Courage“ in einer neuen Radiokolleg-Serie, die von der Ausstellung „Heimat großer Töchter. Zeit für neue Denkmäler“ im Haus der Geschichte Österreich (hdgö) inspiriert ist. Sie wird in einer Kooperation mit Ö1 fortgeführt und erweitert – die Portraits sind hier und in einem ö1-Lexikon nachzuhören und werden so zu einem permanenten Denkmal.

 

Zu keiner anderen Zeit war so viel Courage nötig, als zur Zeit des Nationalsozialismus. Die Geschichte der Frauen im Widerstand ist noch nicht lückenlos erzählt und das lebensgefährliche Engagement bei weitem nicht ausreichend gewürdigt. Auch die Leistungen, die Frauen im Exil vollbrachten, werden viele überraschen. Hier kann Ö1 auch aus dem eigenen Archiv und vielen Begegnungen mit spannenden Frauen schöpfen.

 

Courage erfordert es heutzutage auch, gegen Femizide aufzutreten. Selbst in Österreich, wo im Jahr 2021 unfassbare 31 Frauen ermordet wurden. „Ni una menos! Vivas nos queremos!”, skandieren die Demonstrantinnen und Demonstranten, die gegen Femizide protestieren. Der Satz „Ni una menos“ stammt aus einem Gedicht der mexikanischen Dichterin und Menschenrechtsaktivistin Susana Chávez, die im Jahr 2011 in ihrer Heimatstadt Ciudad Juárez umgebracht wurde. Seit mehr als einem Jahr spielt diese Protestbewegung auch in Österreich eine immer größere Rolle. Bei Maria Rösslhumer vom Verein Autonome Frauenhäuser laufen viele Aktionen zusammen, viele Aktivistinnen von „Claim the Space“, "Kollektiv Lauter" oder "Aufstand der Schwestern" wagen sich oft gar nicht aus der Anonymität. In Wien etwa gibt es nach jedem Femizid einen Prostest am Karlsplatz; es wird gesungen und der Name jeder Frau, die in diesem Jahr in Österreich getötet wurde, wird mit Kreide auf die Straße geschrieben.

 

Das Ö1 Radiokolleg wird in mehreren Staffeln einen Streifzug durch die Geschichte unternehmen, sich die Pionierleistungen von Frauen aus Kultur, Wissenschaft, Technik und Sport ansehen und auch den Widerstand, den sie überwinden mussten. Das macht die Vielfalt der Role-models sichtbar. Denn es gibt sie immer und überall: Frauen mit Courage.

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