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Regenbogenparade, Foto: HOSI Wien, Wien, 1996.
Gründung Homosexuelle Initiativen (HOSI)

Nachdem homosexuelle Handlungen im Zuge der Kleinen Strafrechtsreform von 1971 entkriminalisiert worden waren, begannen sich in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre Lesben und Schwule politisch zu organisieren. In der Diskussionsfernsehsendung Club 2 vom 25. September 1979 kündigte der Aktivist Wolfgang Förster die Gründung eines Homosexuellen-Vereins an. Nach Ausstrahlung der Sendung stellten ÖVP und FPÖ eine parlamentarische Anfrage an Justizminister Christian Broda (SPÖ): Die angekündigte Vereinsgründung erfülle den Tatbestand des § 221, der Verbindungen zur „Begünstigung gleichgeschlechtlicher Unzucht“ untersagte. Broda vertrat allerdings die Position, dass der Verein geeignet sei, eine Einstellungsänderung in der Öffentlichkeit herbeizuführen. Die Vereinsgründung wurde nicht untersagt und im Jänner 1980 fand die erste Generalversammlung der HOSI Wien statt. Ab 1981 engagierten sich auch lesbische Frauen im Verein, Gründungen in weiteren Städten folgten. In den darauffolgenden Jahrzehnten initiierte die HOSI zahlreiche Aktionen gegen rechtliche Diskriminierung und für gesellschaftliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen und forderte z.B. auch die Rehabilitierung von homosexuellen NS-Opfern ein.

Externe Ressourcen:

Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien | www.hosiwien.at

Jahr
1979
AutorInnen