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Die Besetzung der Hainburger Au

Nachdem im Dezember 1983 der Bau eines Donaukraftwerks nahe Hainburg beschlossen wurde, begann sich Protest zu formieren. Dennoch starteten die Arbeiten ein knappes Jahr später. Ein von der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) organisierter Marsch nach Hainburg führte zum Verbleib mehrerer hundert Personen in der Au. Die Rodungen wurden zunächst eingestellt, aber am 19. Dezember 1984 kam es bei der geplanten Räumung des Gebiets zu Zusammenstößen zwischen 4.000 DemonstrantInnen und 2.000 PolizistInnen. Letztendlich ließ die Regierung die Rodungsarbeiten abbrechen; 1986 folgte der endgültige Baustopp. Das geplante, zehnte und größte Donaukraftwerk wurde nicht gebaut. Darüber hinaus erhielt das im Frühjahr 1985 durchgeführte „Konrad-Lorenz-Volksbegehren“ über 350.000 Unterschriften für den Verbot von Großkraftwerken und die Errichtung eines Nationalparks bei Hainburg.

Die Au-Besetzung wurde zum Schlüsselereignis; Hainburg zum Gedächtnisort des österreichischen Umweltbewusstseins. Die Besetzung der Au ist eines der demokratie- und umweltpolitisch bedeutsamsten Ereignisse in der Zweiten Republik.

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