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Zeichnung "Ein an Grippe erkranktes Kind wird von städtischen Sanitätsmannschaft ins Krankenhaus geführt" in der Neuen Zeitung, 23.10.1918 Österreichische Nationalbibliothek
Verlauf der Grippe-Pandemie 1918/1919

Im Oktober 1918 begann man auch in Österreich, zögerlich die Gefährlichkeit der grassierenden Influenza-Pandemie zu realisieren. In Europa hatte sich diese gefährliche Krankheit, die letztendlich zwischen 1918 und 1920 – also vor rund 100 Jahren – weltweit zwischen 25 und 50 Millionen Todesopfer forderte, vor allem von Spanien aus verbreitet. „Spanische Grippe“ oder „Spanische Krankheit“ wurde sie deshalb genannt, weil in Spanien als neutralem Land die Zensur weniger streng war als in den kriegführenden Staaten und von diesem Land aus die ersten Nachrichten über die Erkrankung von acht Millionen SpanierInnen durchsickerten. Die kriegführenden Staaten hatten den Ausbruch dieser Grippepandemie in dieser letzten Phase des Krieges verheimlicht, um den Durchhaltewillen der eigenen Bevölkerung nicht zu schwächen.

 

Der wirkliche Ausgangspunkt allerdings war – wie die Mehrheit der ExpertInnen überzeugt ist – im März 1918 in den USA. Im Frühjahr 1918 waren zunächst vergleichsweise wenige Menschen von der Krankheit betroffen, nicht einmal von einer Grippewelle war die Rede. In dieser Zeit wurden US-Soldaten nach Europa gebracht, wo sie – so die gängige medizinhistorische Deutung – den Kriegskontinent „infizierten“. Nach dem Kriegseintritt der Amerikaner im Frühjahr 1918 wurden allein im März und April 180.000 Soldaten nach Europa verschifft – gute Voraussetzungen für die Verbreitung der Krankheit, die in den USA schon grassierte, in ganz Europa. Schließlich schwoll diese Krankheit zu einer Pandemie an, die in mindestens drei Wellen verlief: die erste, weniger schwere, im Frühjahr 1918, die zweite extrem tödliche im Spätsommer und Herbst 1918 sowie die dritte Anfang 1919. Ein Nachbeben gab es noch später bis etwa 1922. 

 

Nach zeitgenössischen Schätzungen muss wohl mindestens die Hälfte der über sechs Millionen Einwohner Deutschösterreichs an der Spanischen Grippe erkrankt gewesen sein. Nach den offiziellen Statistiken starben über 20.000 Personen in den Jahren 1918/19 an der Krankheit, nimmt man alle daraus entstandenen Lungenentzündungen mit tödlichem Ausgang dazu, kommt man jedenfalls auf 40.000 Tote.

Literatur

Franz Schausberger: Ähnlich und doch ganz anders. Spanische Grippe vor 100 Jahren und Corona heute. Historisch-politische Kurzstudien Band 2. pm Verlag. Salzburg 2020.

Jahr
1918
AutorInnen