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Jahrestage einer österreichischen Frauengeschichte 2021

Die Geschichte der Zweiten Republik schien vor 75 Jahren mit einem Triumph der Häuslichkeit zu beginnen: Während die NS-Propaganda nicht zuletzt wegen des Kriegs das Bild von Frauen als Arbeiterinnen propagierte, entstand durch die vielen Kriegsheimkehrer 1946/47 ein politischer und gesellschaftlicher Druck auf Frauen, ihre Berufstätigkeit aufzugeben. Die Entschädigung durch die Anerkennung als „Trümmerfrauen“ des Wiederaufbaus war nur symbolisch und gleichzeitig ein Hohn: Die Arbeitsleistung – auch die körperliche Anstrengung – von Frauen war nicht wegen dieser Ausnahmesituation, sondern auch weiterhin grundsätzlich für das Funktionieren der Wirtschaft entscheidend. Trotzdem umgab die Frauenarbeit der Geruch eines ungerechtfertigten, ja „unnatürlichen“ Zustandes.

 

Zur gleichen Zeit aber beginnt auch eine Geschichte der Zweiten Republik, die von Frauen geprägt ist, die sich eben nicht mit den langen Auswirkungen häuslicher Frauenbilder und der NS-Familienpropaganda abfinden wollten:

Vor 75 Jahren lieferte eine Frau den ersten Baustein zur Entstehung eines Österreich-Patriotismus: Paula von Preradović schrieb den Text zur Bundeshymne (ihr Todestag jährt sich heuer zum 70. Mal). Im Jahr des Entstehens der Bundeshymne, 1946, bekam Otto Hahn allein den Nobelpreis für ein Experiment verliehen, das er gemeinsam mit seiner Kollegin Lise Meitner erarbeitet hatte und das von ihr nachgewiesen worden war. Vor 60 Jahren kandidierte erstmals eine Frau für das höchste Amt im Staat – Ludovica Hainisch-Marchet wollte Bundespräsidentin werden. In anderen Ämtern wurde das zu der Zeit zunehmend selbstverständlich: vor 50 Jahren gab es erstmals zwei Ministerinnen in einer Bundesregierung.

Allerdings erst vor 25 Jahren wurde eine Frau dann Chefin einer Landesregierung (Waltraud Klasnic in der Steiermark) und die spätere Vizekanzlerin Susanne Ries-Passer wurde Parteivorsitzende der FPÖ. Die Möglichkeiten und Einschränkungen für Frauen wurden eher durch soziale Veränderungen und die Zivilgesellschaft geprägt. Vor 40 Jahren brachte ein Protest gegen eine Werbekampagne das Schlagwort Sexismus in die öffentlichen Debatten (bekannt wurde die Aktion gegen die großformatigen Plakatkampagnen eines bekannten Unterwäsche-Herstellers als „Wiener Wäschekrieg“).

 

Viele Initiativen machten seither klar, dass Frauen nicht unsichtbar und stumm sind, sondern als Menschen mit Haltung und Fachwissen zur Weiterentwicklung einer Gesellschaft beitragen – was die vielen Expertinnenstimmen zur Corona-Pandemie eindrucksvoll bewiesen haben. Was in Österreich als typisch „weiblich“ verstanden wurde und wird, ist (dadurch) ständig in Bewegung.

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