Zum Warenkorb
Zurück zum Website

Ermäßigt
€ 6.00 / Stk.
Erwachsene
€ 8.00 / Stk.
Familien-Karte (2 Erwachsene mit mind. einem Kind unter 19 J.)
€ 13.00 / Stk.
Ö1-Clubmitglieder, CLUB WIEN
€ 7.00 / Stk.
SeniorInnen
€ 6.50 / Stk.

Bitte menge auswählen

Zum Warenkorb hinzufügen
Zurück zum Website
OK
OK
Unsere Seite können Sie per Drag&Drop selber gestalten!
Ziehen Sie Elemente aus dem Menü auf die Hauptseite, indem Sie die Maustaste halten. Die Seite bleibt für Sie so, wie Sie die Bilder anordnen, kombinieren oder löschen.

Möchten Sie Ordnung? Klicken Sie einfach auf "Aufräumen“
Zurück
Turner, FotografIn unbekannt, Fragant, um 1930. ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung.
Körperbilder der Turnbewegung

Als im Oktober 1934 die Österreichische Sport- und Turnfront ins Leben gerufen wurde, versuchte sie eine zum Scheitern verurteilte Kombination: Turnen und Sport hatten sich weit voneinander entfernt. Im Gegensatz zum modernen, „unpolitischen“ und auf Massenwirkung orientierten Wettkampfsport wurde die in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandene national und politisch ausgerichtete Turnbewegung als anachronistisch gesehen. Statt auf Wettkampf und Spektakel baute sie auf eine individuelle Ausbildung des Körpers, freilich für ein gemeinsames höheres Ziel. Daher waren die deutsch-nationalen, jüdischen, proletarischen oder christlichen Turnvereine meist Vorfeldorganisationen politischer Gruppierungen.

Wurde der Körper im Sport einseitig ausgebildet und belastet, sollte im Turnen eine „harmonische Ausbildung“ des Körpers auf der Basis von „Vielseitigkeit“ erfolgen. Das Resultat sollten daher asketische, gebräunte, kämpferische Männerkörper sowie weiche, elastische und den „natürlichen“ mütterlichen Aufgaben gemäße Frauenkörper sein. Eine holistische Schönheit der Körper sollte trainiert, der „biologische“ Unterschied hervorgehoben und in Massenvorführungen präsentiert werden.

AutorInnen