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Donauzentrum, TARS631, Wien, 3.12.1979. Wikimedia Commons.
Konsum-Pleite

Die Handelskette Konsum Österreich entstand 1978 durch den Zusammenschluss des Großteils der Konsumgenossenschaften des Landes. Der Fusion waren wirtschaftliche Schwierigkeiten bei mehreren lokalen Genossenschaften vorangegangen, die man durch die aus der Vereinigung erwarteten Synergieeffekte zu überwinden hoffte. Die hochgesteckten Erwartungen konnten jedoch nicht erfüllt werden, da das Unternehmen in Folge des Fehlens einer klaren unternehmerischen Strategie, mangelnder Rationalisierung sowie aufgrund von Managementfehlern immer stärker in finanzielle Schieflage geriet. Auch eine Kooperation mit der Schweizer Konsumgenossenschaft Migros, die sich 1993 am Konsum beteiligte, brachte keine Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse. Nachdem letzte Konsolidierungsversuche am Widerstand der Banken gescheitert waren, musste das zu diesem Zeitpunkt mit über 17 Milliarden Schilling verschuldete Unternehmen schließlich am 31. März 1995 den Ausgleich anmelden. In Folge wurde die Geschäftstätigkeit des Konsum Österreich eingestellt und das Betriebsvermögen systematisch verwertet, wobei das Filialnetz und die produzierenden Betriebe von den bisherigen Mitbewerbern übernommen wurden. Beim Ausgleich wurde mit 55% eine relativ hohe Quote für die Gläubiger erreicht, ein Konkurs, bei dem auch alle der ca. 700.000 Genossenschaftsmitglieder in der doppelten Höhe ihres Geschäftsanteils gehaftet hätten, konnte dadurch vermieden werden. Die 1978 unabhängig gebliebenen Konsumgenossenschaften blieben von den Vorgängen unberührt und gingen erst in den 2000er Jahren in anderen Unternehmen auf. Der Konsum Österreich wurde nie aufgelöst und ist noch heute unter einem anderen Firmennamen im Lebensmitteleinzelhandel aktiv.

Straßenbahnverkehr Graf-Starhemberg-Gasse, TARS631, Wien, 22.2.1978. Wikimedia Commons.
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