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Lebensmittelkarte Mark Brandenburg, Niederbarnim, 1941. Bundesarchiv, Bild 183-H26799. Wikimedia Commons.
Lebensmittelkarten

Mittels Lebensmittelkarten versuchte die Staatsverwaltung in der Kriegs- und Nachkriegszeit, die Mechanismen des Lebensmittelmarktes außer Kraft zu setzen und eine „gerechte“ Verteilung von knappen Grundnahrungsmitteln zu organisieren. Mit Kriegsbeginn 1939 eingeführt und 1949 bis 1953 schrittweise wieder abgeschafft, prägten Lebensmittelkarten mehr als ein Jahrzehnt lang das Alltagsleben und, in weiterer Folge, die Erinnerung der Menschen an die Kriegs- und Nachkriegszeit. Für bäuerliche ProduzentInnen bedeutete die Lebensmittelbewirtschaftung eine Einschränkung: Sie mussten ab 1939 alle und, nach der Lockerung der Ablieferungspflicht 1947, einen Teil ihrer Überschüsse zu amtlich festgesetzten Preisen abliefern. Auch für KonsumentInnen folgten daraus Einschnitte: Sie erhielten in den Geschäften lediglich die auf den Karten zugewiesenen Arten und Mengen von Nahrungsmitteln zu amtlich festgesetzten Preisen. Die Lebensmittelrationierung gliederte die Gesellschaft in unterschiedlichen Klassen: Als „Selbstversorger“ galten die Angehörigen der bäuerlichen Haushalte, die ihren Nahrungsmittelbedarf selbst decken konnten; sie erhielten daher keine Karten. Die mit Karten ausgestatteten „Nicht-Selbstversorger“ zerfielen in „Normalverbraucher“ und in Gruppen, denen ein erhöhter Kalorienbedarf zustand: Kinder, Berufsgruppen mit erhöhtem Kraftaufwand, werdende und stillende Mütter und Kranke. Im Nationalsozialismus erhielten Staatsangehörige, die als „Juden“ galten, und ausländische ZwangsarbeiterInnen verringerte Rationen. Die zunächst ausreichenden Rationen wurden 1942 erheblich gesenkt und brachen bereits vor Kriegsende 1945 auf täglich unter 1.000 Kilokalorien pro Person ein; erst 1948 stiegen sie wieder auf ein ausreichendes Niveau. Parallel zur offiziellen Bewirtschaftung entstand ein inoffizieller „Schwarzmarkt“, auf dem Nahrungsmittel zu erhöhten Preisen gehandelt wurden. Im Alltag der Kriegs- und Nachkriegszeit waren es vor allem die Frauen, die in Abwesenheit der Männer die Versorgung der Familienangehörigen organisierten.

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