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Osterweiterung

Als neutrales Land zwischen den Blöcken waren Österreichs – verstaatlichte – Wirtschaft und Banken bereits Anfang der 1980er Jahre mit den Ökonomien einiger Staaten des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) in Ost- und Mitteleuropa verwoben. Der „Osthandel” – oft über staatliche Banken finanziert – florierte. Österreichs Unternehmen waren an bedeutenden Bau- und Infrastrukturprojekten, in erster Linie in der DDR, Polen und Ungarn beteiligt: oft auch trotz der von den diktatorischen Regimen unterdrückten Proteste der Bevölkerung, etwa beim Bau des Donaukraftwerkes Nagymaros in Ungarn.

Former Eastern Bloc territories, Mosedschurte, 1.6.2009. Wikimedia Commons.

Auch wegen der historischen Verbundenheit mit dem Raum und der geographischen Nähe war Österreich mit dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Einführung der Marktwirtschaft bestens für die Vertiefung dieser Beziehungen gerüstet – auch wenn sich zu dieser Verbundenheit oft historisch aufgeladene Fantasien eines wilden, barbarischen Ostens, den es zu zivilisieren galt, gesellten. Ein Image, das – vor allem in Mitteleuropa – viele Wunden schlug. Jahrzehntelang war Österreich selbst Zielland ausländischer Direktinvestitionen gewesen, nun investierte auch Österreich im Ausland, was in einer beschleunigten Internationalisierung nun auch privater Unternehmen resultierte. In allen ostmitteleuropäischen Staaten zählte Österreich bald zu den wichtigsten Herkunftsländern von Auslandskapital. Aus österreichischer Perspektive war die Ostöffnung eine Erfolgsgeschichte: Die Wirtschaft erhielt Wachstums- und Innovationsimpulse, die nachweislich eine zusätzliche Steigerung des realen Bruttoinlandprodukts (BIP) bewirkten, 100.000 bis 150.000 Arbeitsplätze schufen, aber wegen der Konkurrenz auch die Lohnquote drückten.

In der Region selbst sind die Resultate der Öffnung gemischt zu sehen. Vor allem mit der globalen Wirtschaftskrise 2008 kam es zu Einbrüchen. Der freie Fluss der Arbeitskraft bewirkte zudem, dass immer mehr ArbeitnehmerInnen die Niedriglohnländer Osteuropas in Richtung Kern-EU verlassen, was in den letzten Jahren zu einem Braindrain geführt hat.

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