Zum Warenkorb
Zurück zum Website

Ermäßigt
€ 6.00 / Stk.
Erwachsene
€ 8.00 / Stk.
Familien-Karte (2 Erwachsene mit mind. einem Kind unter 19 J.)
€ 13.00 / Stk.
Ö1-Clubmitglieder, CLUB WIEN
€ 7.00 / Stk.
SeniorInnen
€ 6.50 / Stk.

Bitte menge auswählen

Zum Warenkorb hinzufügen
Zurück zum Website
OK
OK
Unsere Seite können Sie per Drag&Drop selber gestalten!
Ziehen Sie Elemente aus dem Menü auf die Hauptseite, indem Sie die Maustaste halten. Die Seite bleibt für Sie so, wie Sie die Bilder anordnen, kombinieren oder löschen.

Möchten Sie Ordnung? Klicken Sie einfach auf "Aufräumen“
Zurück
Wien 4, Argentinierstraße 30a, Foto: Österreichische Lichtbildstelle, 1937. ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung.
Die Radio-Verkehrs-Aktien-Gesellschaft (RAVAG)

Österreichs erste öffentliche Rundfunkgesellschaft war die Radio-Verkehrs-AG (RAVAG). Sie wurde im Februar 1924 nach Erteilung der Konzession zur „Durchführung des Rundspruches und des drahtlosen Telegraphie- und Telephonieverkehres in Österreich“ gegründet. Treibende Kraft war der Wiener Jurist Oskar Czeija (1887–1958), er wurde auch der erste Generaldirektor der RAVAG. Sein Ziel war die Gründung einer Rundfunkanstalt, die nicht nur Nachrichten übermittelte, sondern auch kulturell bildete und unterhielt. Auf Czeija geht das Konzept des Monopolrundfunks zurück. Vom Dachgeschoss des damaligen Heeresministeriums am Stubenring nahm die RAVAG am 1. Oktober 1924 mit Radio Wien den Sendebetrieb auf. Anfangs sendete man ca. 3,5 Stunden, v.a. Musik, Unterhaltung und Bildungssendungen. Hatten zu Beginn etwa 11.000 Haushalte in Wien und Umgebung eine Empfangslizenz, so waren es wenige Monate später bereits um die 100.000. 1926 wurden Studio und Sendeanlage in eine ehemalige Schule im 1. Bezirk in der Johannesgasse verlegt. Im <<autoritären Ständestaat (1934–1938)>>  wurde der österreichische Rundfunk ganz offen als politisches Propagandamittel missbraucht. Beim <<„Anschluss“>> 1938 wurde Oskar Ceija sofort seiner Funktion als Generaldirektor enthoben, die Macht im Sender übernahmen die Nationalsozialisten. Die RAVAG wurde liquidiert, das Radioprogramm fortan zentral von Berlin aus gesteuert. Ende April 1945 nahm die RAVAG ihren Betrieb im Funkhaus in der Argentinierstraße, das in der sowjetischen Besatzungszone lag, wieder auf (Radio Wien). Die Einflussnahme der russischen Besatzungsmacht – die Alliierten hatten die österreichischen Radiostationen unter einander aufgeteilt – war stark, Radio Wien kam in der Ruf eines sowjetischen Propagandasenders. 1953 lockerten die Alliierten die Radiokontrolle, 1955 wurden alle Radiosender an die Republik Österreich zurückgestellt. Daraus entstand später der ORF, der die RAVAG mit 11. Dezember 1957 ablöste.

AutorInnen