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Blick auf den zerstörten und verschneiten Roten Platz in Stalingrad, Foto: Weltbild, 15.1.1943. ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung.
Stalingrad

Im Spätsommer 1942 erreichten Truppen der deutschen Wehrmacht die sowjetische Großstadt an der Wolga, die seit 1925 den Namen des Diktators Josef Stalin (1878–1953) trug. Die massive Gegenwehr der Roten Armee führte zu einem Einschluss der deutschen 6. Armee unter General Friedrich Paulus. Adolf Hitler (1889–1945) befahl, die Stadt zu halten. Entsatzangriffe scheiterten und auch der Versuch, die eingeschlossenen Truppenteile aus der Luft zu versorgen, gelang nicht in ausreichendem Maß. Die im südlichen Kessel eingeschlossenen Soldaten kapitulierten am 31. Jänner 1943, die im nördlichen Kessel verbliebenen Truppenteile ergaben sich zwei Tage darauf. Von den 195.000 Soldaten, die im November eingeschlossen worden waren, starben 60.000 während der Kampfhandlungen. 25.000 Soldaten konnten verwundet ausgeflogen werden. 110.000 Soldaten gingen in sowjetische Kriegsgefangenschaft – nur 5.000 von ihnen überlebten und kehrten nach dem Krieg in ihre Herkunftsländer zurück. Sowjetische Kriegsgefangene im Kessel von Stalingrad waren von der Wehrmacht dem Hungertod ausgeliefert worden.

Im öffentlichen Gedächtnis steht „Stalingrad“ als Zeichen für den Wendepunkt des Krieges. In der Geschichtsschreibung ist das umstritten – hier gilt bereits das Scheitern der deutschen Offensive vor Moskau im Dezember 1941 als Wende. Gleichwohl hinterließ die Niederlage von Stalingrad einen enormen Eindruck in der Öffentlichkeit aller kriegführenden Staaten; für die Rote Armee bedeutete der Sieg eine große Stärkung des Selbstbewusstseins.

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