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Südtirolbomben-Prozess in Graz, Fritz Kern, 1961. ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung.
Terrorismus in Südtirol

Eine Attentatsserie durchzog Südtirol zwischen 1956 und 1969. Sie lässt sich grob in zwei Phasen einteilen. Die erste ging bis etwa 1961; hier galt der Grundsatz, keine Menschenleben zu gefährden, die zweite dauerte bis 1969. Es gab Tote, Verwundete und großen Sachschaden. Im September 1956 ereigneten sich die ersten Anschläge, ausgeführt von Südtirolern, die von der Politik der Südtiroler Volkspartei enttäuscht waren und sich im „Befreiungsausschuß Südtirol“ (BAS) organisierten. Schon sehr bald wurden sie von SympathisantInnen in Österreich politisch, finanziell und organisatorisch unterstützt. Den Höhepunkt erreichte die Attentatsserie mit der sogenannten „Feuernacht“: In der Nacht des Herz-Jesu-Sonntag vom 11. zum 12. Juni 1961 wurden 37 Hochspannungsmasten gesprengt. Zu den oberitalienischen Industrien war die Stromlieferung unterbrochen, ebenso zur Bozner Industriezone.

Der italienische Staat griff rigoros durch. Südtirol verwandelte sich in ein Heerlager. Dutzende Menschen wurden verhaftet und waren zum Teil brutalen Haftbedingungen ausgesetzt. Die Foltervorwürfe gegen italienische Carabinieri und Gefängnispersonal verhinderten hohe Haftstrafen jedoch nicht. Einige Attentäter, die ins österreichische Ausland geflohen waren, wurden bis heute nicht begnadigt und konnten nie nach Südtirol zurückkehren. Gerade deshalb bleibt das Thema bis heute eine sensible Angelegenheit. Im Selbstverständnis der damaligen Akteure trugen die Attentate zur politischen Lösung, dem Zweiten Autonomiestatut, das 1972 unterzeichnet wurde, bei. Ziel der Anschläge jedoch war die „Selbstbestimmung“ für Südtirol. Diese wurde trotz der Anschläge nie erreicht.

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