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Foto: hdgö
Nicht nur „Geschichtelehrer der Nation“
Das Haus der Geschichte Österreich trauert um Hugo Portisch

Österreich hat seine prägende Gestalt der Vermittlung von Zeitgeschichte an eine breite Öffentlichkeit verloren:  Anfang April 2021 ist Hugo Portisch im 95. Lebensjahr verstorben. In Zusammenarbeit mit dem Produzenten Sepp Riff entwickelte Portisch unter anderem die Dokumentations-Serien Österreich I und Österreich II, die Fernsehgeschichte schrieben – im doppelten Sinn des Wortes. Sie gaben der Republik eine Geschichtserzählung, auf die sich eine breite Masse einigen konnte und die dennoch (selbst-)kritisch den Finger in offene Wunden legte.

 

Neben dieser Großtat bekommen andere Leistungen Hugo Portischs oft weniger Beachtung. Dabei gehörte Portisch zu den Medienleuten, die den Aufbau einer demokratischen Medienlandschaft in der Zweiten Republik mitprägten. Nach der Rundfunkreform war er einer jener jungen JournalistInnen, die das Fernsehen zum Ort von aktueller und kritischer Berichterstattung machten. Als beispielsweise 1968 die Demokratiebewegung im Nachbarland Tschechoslowakei zerstört wurde, war Portisch als ORF-Korrespondent eine der wichtigsten Quellen für Analysen des aktuellen, sehr unübersichtlichen, Geschehens – die auch für die lokale Bevölkerung äußerst aufschlussreich waren. Lange bevor Live-Schaltungen technisch möglich waren, brachte Portisch die Bänder mit den Aufzeichnungen möglichst schnell zurück nach Wien, damit sie hier gesendet werden konnten. Im Engagement des ORF rund um den Prager Frühling sah die UdSSR sogar einen Bruch der österreichischen Neutralität.

Tageskommentar von Hugo Portisch für die „Zeit im Bild“, 30.7.1968, Österreichischer Rundfunk ORF

 

Hugo Portisch war ein wichtiger Unterstützer des Hauses der Geschichte Österreich, das sich an alle wenden solle, „die Österreichs Geschichte in ihrer Vielfalt und auch in ihrer Umstrittenheit erfahren wollen”. 

Am 21. Dezember 2018 stattete Hugo Portisch der Hauptausstellung des Museums einen Besuch ab, mit großem Interesse für den Austausch über die Frage, wie eine gemeinsame europäische Geschichte erzählt werden kann.