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Gebirgs-Jäger gehen im Morgengrauen über die deutsch-russische Interessengrenze, König, Lemberg, 22.6.1941. Bundesarchiv, Bild 146-2007- 0127 / CC-BY-SA 3.0. Wikimedia Commons.
Überfall auf die Sowjetunion

Dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion gingen längere Planungen voraus, deren Grundlage die von Hitler in „Mein Kampf“ geäußerte Absicht zur Eroberung von „Lebensraum im Osten“ bildete. Die konkreten militärischen Vorbereitungen begannen Mitte 1940, wobei aufgrund der territorialen Ausdehnung sowie der großen Stärke der Roten Armee bereits zu Beginn Zweifel an der erfolgreichen Durchführbarkeit der Operation bestanden. Die Dauer des Feldzugs, dessen Ziel in der Zerschlagung der militärischen Kräfte des Gegners bestand, wurde in den Planungen mit sechs bis maximal acht Wochen angegeben. Die Operation war neben ihrer militärischen Komponente von Anfang an als Vernichtungskrieg geplant, der sich gegen die jüdische Bevölkerung, die Intelligenz sowie Funktionäre und Mitglieder der kommunistischen Partei des Landes richtete. Zur Vorbereitung dessen wurde eine Reihe völkerrechtswidriger Befehle erlassen (z.B. „Kommissarbefehl“), die von den deutschen Truppen in Folge größtenteils befolgt wurden. Der deutsche Angriff am 22. Juni 1941 traf die Sowjetunion zwar unvorbereitet, dennoch gelang es den deutschen Truppen nicht, den sich zurückziehenden Gegner entscheidend zu schlagen. In weiterer Folge wurde der Angriff weit über das eigentliche zeitliche und räumliche Ziel hinaus weitergeführt, ehe die deutschen Truppen im Dezember 1941 ihre Kräfte und Versorgungslinien überdehnt hatten und in eine „Winterkrise“ gerieten.

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