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Portrait Schobers als Polizeipräsident mit einer Widmung an den Juristen und Politiker Josef Redlich, FotografIn unbekannt, 1926, ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung
Der erste parteilose Bundeskanzler Österreichs wird gewählt

Wirtschaftliche Unsicherheit prägte die Politik in den ersten Jahren der Republik. Vor allem Engpässe in der Versorgung mit Lebensmitteln und die  bedrohlich steigende Inflation waren ein großes Problem. Die Sozialdemokratie stieg noch vor den ersten regulären Nationalratswahlen 1920 aus der Regierung mit der zweitstärksten Partei, den Christlichsozialen, aus. Bei der Wahl veränderte sich nun die Position und die Sozialdemokratie wurde deutlich geschlagen.

Trotz der Konflikte zwischen den Parteien versuchten sie vor und nach der Wahl  Stabilität zu finden: Zuerst waren Vertreter aller Parlamentsparteien in den Regierungen vertreten, aber bereits auch einige parteilose Beamte als Minister. Als diese Kabinette genauso scheiterten, stellten Christlichsoziale und Deutschnationale eine Regierung zusammen, die zum Großteil aus parteilosen Ministern bestand. Sie wurde am 21. Juni 1921 angelobt. Selbst der Bundeskanzler, Johann Schober, hatte offiziell keine Parteimitgliedschaft, wurde aber dem deutschnationalen Milieu zugeordnet.

 

Schobers Amtszeit war von einer Entscheidung geprägt, die er nur treffen konnte, weil er keiner Partei angehörte: Ein Vertrag mit der Tschechoslowakei sollte einen Weg aus der finanziellen Krise des Staates ermöglichen. Die Deutschnationalen verärgerte die Annäherung an den Nachbarstaat so sehr, dass sie Schobers Regierung stürzten – trotz seines Naheverhältnisses zu ihrer Partei.

 

Nach wenigen Monaten ließen auch die Christlichsozialen Schober fallen. Ignaz Seipel, der Parteichef der Christlichsozialen, löste ihn als Bundeskanzler ab und Schober wurde wieder Wiener Polizeipräsident. In dieser Funktion trug er die Verantwortung für die Gewalt, die von der Polizei gegen die DemonstrantInnen beim Justizpalastbrand ausgeübt wurde und insgesamt 89 Todesopfer forderte.

 

Diese Ereignisse heizten die politische Stimmung in der Ersten Republik weiter auf. Trotzdem einigte sich eine konservative und deutschnationale Mehrheit im Parlament sieben Jahre nach seiner ersten Amtszeit, 1929, erneut auf Johann Schober als Bundeskanzler und neuerlich auf eine Regierung aus vorwiegend unabhängigen Beamten. Als auch diese Regierung nach kurzer Zeit im Nationalrat den Rückhalt verlor, beendete Schober seine Karriere als Unabhängiger und gründete eine eigene deutschnationale Partei. Bei den folgenden Wahlen 1930 war er Spitzenkandidat dieser Sammelpartei („Nationaler Wirtschaftsblock“). Er wurde für kurze Zeit Vizekanzler, bevor er 1932 als aktiver Nationalratsabgeordneter verstarb.

 

 

 

Externe Links

Biografie von Johann Schober auf der Homepage des Parlaments

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