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Arthur-Schnitzler-Hof

Der Arthur-Schnitzler-Hof  im 19. Wiener Gemeindebezirk wurde 1959–1960 auf einem ehemaligen Teil des Währinger jüdischen Friedhofs erbaut. 1941 beschlagnahmte die nationalsozialistische Gemeindeverwaltung das Grundstück, die sich darauf befindlichen Grabsteine wurden zerstört und die Gebeine von ca. 2.000 Bestatteten wurden in Grabungen aufgedeckt, von einigen Mitgliedern der Israelitischen Kultusgemeinde eingesammelt und in einem Massengrab am Zentralfriedhof, IV. Tor wieder bestattet.

Das Areal wurde nach langwierigen Verhandlungen 1955 endgültig an die Stadt Wien abgetreten. Nach der Umwidmung des Areals in Bauland begann sie 1959 mit dem Bau der Wohnanlage, wobei etliche weitere Gräber zerstört wurden. Im Mai 1962 beschloss der Gemeinderat, den Bau nach Arthur Schnitzler zu benennen; in den Sitzungsprotokollen wurde dieser lediglich als „bedeutender österreichischer Dichter“ genannt, der zu seinem 100. Geburtstag geehrt werden sollte.

Diese Affäre ist beispielhaft für den Umgang der jungen Zweiten Republik mit dem materiellen jüdischen Erbe Österreichs nach der Shoah und für die Vereinnahmung des immateriellen Erbes jüdisch geborener Persönlichkeiten als „österreichische“ Kultur.

Arthur-Schnitzler-Hof, wdwd, Wien, 30.10.2011. Wikimedia Commons.
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