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Puppenwagen aus einer Feldpostkiste der Deutschen Wehrmacht. Foto: Markus Guschelbauer
Die Sammlung
Mit der Gründung des Hauses der Geschichte Österreich beginnt der Aufbau einer neuen Sammlung von Objekten zur Zeitgeschichte und Gegenwart Österreichs.

Das Team des hdgö arbeitet aktuell an der Umsetzung einer Online-Sammlungsdatenbank. Erhalten Sie hier erste Einblicke in unsere Sammlung.

 

In seiner Sammeltätigkeit orientiert sich das Haus der Geschichte Österreich wesentlich an den Bestimmungen im Bundesmuseen-Gesetz: Die Sammlung will die Zeitgeschichte Österreichs ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vermitteln und dabei auch Rückblicke in die Zeit der Aufklärung und davor anbieten. Fokus der Sammlungsausrichtung liegt auf dem 20. und 21. Jahrhundert im europäischen und internationalen Kontext.

Aktuell orientiert sich der Sammlungsaufbau zum einen an den Themenbereichen der Eröffnungsausstellung Aufbruch ins Ungewisse. Österreich seit 1918. Gesammelt werden 3d-Objekte, Dokumente, Fotografien und auch Filme zu politischer Zeitgeschichte, Kultur-, Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftsgeschichte, zu Alltagsgeschichte, Migrationsgeschichte sowie zur Geschichte sozialer Bewegungen und Formen der Protestkultur. Weitere Schwerpunkte der Sammlungstätigkeit des HdGÖ sind Demokratie- und Diktaturgeschichte, Heldenplatz – Formen der Protestkultur sowie Erinnerungskultur in Österreich. Auch Artefakte, die von individuellen Erfahrungen  im Kontext politischer Entwicklungen erzählen, finden Aufnahme in die Sammlung.

Für den Objekterwerb ist der Zeugniswert des Sammlungsguts  entscheidend:
Welche Geschichte oder auch Geschichtskontroverse erzählt das Objekt? Zeugt das Objekt von individuellen Handlungen und/oder von breiten Erfahrungen? Verweist es auf relevante historische bzw. aktuelle Entwicklungen oder Veränderungen?

 

Sammlungspraxis
Das Haus der Geschichte Österreich übernimmt durch Schenkung, Ankauf und im Einzelfall auch als Dauerleihgaben Einzelobjekte, Konvolute oder ganze Sammlungen. Eine gesicherte Provenienz ist dabei ebenso wichtig wie der Aspekt der Multiperspektivität. Gesammelt wird auch tagesaktuell: Unter anderem erwarb das Museum den Fußball des Freundschaftsspiels Österreich–Deutschland vom 2. Juni 2018, das Österreich 2:1 für sich entscheiden konnte. Mit Museen und Institutionen in den Bundesländern und mit international vergleichbaren zeithistorischen Museen, insbesondere der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, findet ein reger Austausch auf inhaltlicher und organisatorischer Ebene statt.


Sammlung online
Sichtbarkeit der Sammlung und Transparenz beim Sammlungserwerb sind zentrale Aspekte bei der Sammlungsarbeit. Aktuell arbeitet das Team des Hauses der Geschichte Österreich an der Umsetzung einer Online-Sammlungsdatenbank. Um die Wartezeit bis dahin zu verkürzen, bieten wir in unserem Preview vorab einen Einblick in unsere Sammlung.